Mit der Veranstaltung „Alperia informiert“ am 9. und 10. Oktober hat Alperia die Bevölkerung im Ultental über die Projektidee eines Pumpspeicherkraftwerks zwischen Arzkarsee und Zoggler Stausee informiert. An neun Themenstationen konnten sich Interessierte direkt mit Fachleuten von Alperia und externen Experten austauschen und Fragen unter anderem zu den Themen Geologie, Quellen, Baustellenlogistik, Stromleitungen, Sicherheit, Variantenstudien und dem sogenannten Ultner Paket stellen.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Projektidee zu informieren. Ziel der Veranstaltung auf dem Staudamm des Zoggler Stausees war es, sachliche Informationen bereitzustellen, Fragen zu beantworten und den laufenden Dialog mit der Bevölkerung im Hinblick auf das Referendum am 7. März 2027 fortzuführen. Neben den Fachleuten von Alperia standen auch externe Experten für den direkten Austausch zur Verfügung: der Geologe Konrad Messner, der das Quellenmonitoring betreibt, sowie Professor Markus Aufleger von der Universität Innsbruck, der eine vertiefte Sicherheitsprüfung des Zoggler Staudamms vorgenommen hatte und deren Ergebnisse bei der Veranstaltung vorstellte.
„Die Bevölkerung von Ulten hat ein Recht darauf, alle Fakten und Hintergründe zur Projektidee zu kennen. Deshalb setzen wir auf Transparenz, Dialog und persönliche Gespräche. Das große Interesse zeigt, wie wichtig dieser direkte Austausch für die Menschen im Tal ist“, betonen Flora Kröss, Präsidentin von Alperia, sowie Luis Amort, Generaldirektor von Alperia.
Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher nahm an der Veranstaltung teil und erklärte: „Gerade bei strategisch wichtigen Infrastrukturprojekten wie diesem ist es entscheidend, die Bevölkerung von Beginn an einzubinden und eine fundierte Information zur Meinungsbildung zu liefern. Bei dieser Veranstaltung ist es der Projektwerber, der seine Informationen zur Verfügung stellt. Im Rahmen des Partizipationsverfahrens werden in einem weiteren Schritt Bürgerversammlungen folgen, bei denen hingegen die Gemeindeverwaltung und die Landesregierung Rede und Antwort stehen werden.“
Um die Ziele des Südtiroler Klimaplans zu erreichen, sollen mittelfristig zusätzliche Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 800 Megawatt entstehen. Da die Stromerzeugung aus Sonnenenergie je nach Tageszeit und Wetter schwankt, braucht es leistungsfähige Speicher, die überschüssige Energie aufnehmen und bei Bedarf wieder bereitstellen. Pumpspeicherkraftwerke können diese Schwankungen flexibel ausgleichen, das Stromnetz stabilisieren und damit die Integration erneuerbarer Energien wesentlich unterstützen. Vor diesem Hintergrund gibt es die Projektidee eines Pumpspeicherkraftwerks mit einer Leistung von 400 Megawatt zwischen dem Arzkarsee und dem Zoggler Stausee. Die beiden bestehenden Speicherseen und der Höhenunterschied von rund 1.100 Metern bieten dafür besonders günstige Voraussetzungen.
Energielandesrat Peter Brunner, der am Freitag vor Ort dabei war, unterstrich die Bedeutung von Energiespeichern für die Energiezukunft des Landes: „Pumpspeicherkraftwerke leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Gleichzeitig müssen wir größtmöglichen Schutz von Natur und Umwelt sicherstellen. Es ist wichtig, Chancen, Herausforderungen und Auswirkungen solcher Projekte offen zu diskutieren und gemeinsam zu bewerten.“
Der Bürgermeister der Gemeinde Ulten, Stefan Schwarz, begrüßt den direkten Dialog mit Alperia: „Ich freue mich über das große Interesse der Ultnerinnen und Ultner. Eine offene Information und die Möglichkeit, Fragen direkt an Fachleute zu richten, sind wichtige Voraussetzungen, damit sich die Bevölkerung ein eigenes Bild von der Projektidee machen kann.“
Weitere Informationen zur Projektidee sind auf der Internetseite von Alperia unter alperia.eu/informiert verfügbar.